Berichte über Reisen nach Innen und Außen

11. Mrz, 2018

„Tanzende Schamanin“ hatte Max Dashu, die US-amerikanische Fauengeschichtsforscherin, die zarte Frauenstatuette aus grünen Ambolitschiefer bei ihrem Besuch in Wien, im Naturhistorischen Museum genannt. Auch die Archäolog*innen, die sie am 5.September 1988 fanden, hatten, wie uns die Leiterin der Grabung Christine Neugebauer-Maresch, bei einer Wanderung zum Fundplatz erzählte, ihr den Namen einer der berühmtesten Tänzerinnen des Biedermeiers gegeben. Fanny, nach Fanny Elßler (1810-1881), die als Superstar des Tanzes Erfolge in Berlin, Paris, Russland und Nordamerika feierte. Naheliegend ist diese Namensgebung deshalb, weil die Figur einen Arm erhoben hat und eine Drehung im Körper, durch die kunstvolle Darstellung des Spiel- und Standbeines gestaltet wurde. Belegt ist das durch die erkennbaren Schnitzspuren, die im international hoch anerkannten Fundbericht dokumentiert sind. Die kleine Frauenfigur feiert im September ihren 30. Findungsgeburtstag. Neukalibriert zählt sie insgesamt auf rund 36.000 Jahre und ist nur rund 3000 Jahre jünger als die bislang älteste Frauenfigur, die 2008 in der Hohle Fels Höhle im Allgäu gefunden wurde. (Was sagt da die Numerologie bei so vielen Dreiern dazu?)
Aus diesem Grund haben wir als Schwerpunkt des nächsten Tranceletters (Nr.6) die Tanzende Schamanin, die Fanny vom Galgenberg in Stratzing/Rehberg, gewählt.
Bei der Göttinnenreise vom 10.-13.Mai 2018 werden wir einen Tag in Stratzing sein, den Eiszeitwanderweg begehen und beim Fundplatz der Fanny ein Tranceritual feiern. Alles mit Blick auf die Weinberge und das glänzende Band der Donau.

22. Jan, 2018

Tranceletter NEU Wir haben Menschen gefragt, was der größte Wert der Rituellen Körperhaltungen und Ekstatischer Trance für sie sei. Ihre Antworten möchten wir gerne mit Euch teilen.

„Die Rituellen Körperhaltungen ermöglichen mir, immer wieder in der Trance in einen Zustand des mich ganz und des in mir Angekommen seins zu spüren und zu fühlen. Ohne Bedingungen, ohne „wenn und aber“, ohne Erwartungen.

 

„Fühlen von Verbundenheit, Hoffnung für Lösungen.“

„Ankommen

Heimat

Sprungbrett

für Neues“ 

 

„Trancereisen:

Nähren mich, lassen mich
zu mir kommen, sind wie
Musen, die mich küssen,
geben mir Kraft, sind eine Bereicherung in meinem Leben,
meine Welt ist bunter geworden.“ 

29. Dez, 2017

Wir freuen uns sehr der Archäologin und Urgeschichtsforscherin Univ.-Doz.in, Dr.in. Christine Neugebauer- Maresch zur Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens der Stadt Wien zu gratulieren. Die Verleihung fand am Mi. 20.12.2017 im Wiener Rathaus durch StadtvertreterInnen statt und wurde durch die interessante Laudatio von Dr.in Maria Nicola-Teschler sehr persönlich und individuell bereichert. Zu den renommierten Forschungsarbeiten von Christine Neugebauer-Maresch gehört die Findung des aufsehenerregenden Fundes der 36.000 Jahre alten Frauenstatuette in Stratzing/Rehberg 1988 und die Entdeckung einer 27.000 Jahre alten Doppelbestattung zweier Neugeborener am Wachtberg in Krems 2005.

6. Dez, 2017

Was ist noch im Dezember 2017 im FGIÖ möglich? Noch drei Workshops mit den Rituellen Körperhaltungen, bei denen die lebendige, eigene körperliche Erfahrung der Ekstatischen Trance gemacht werden kann.

Im brandneuen Tranceletter haben wir einige Impressionen mit derTrance gesammelt. Du/ Sie kannst hier nachlesen.

19. Nov, 2017

Noch bevor das Museum im Winter schließt, fahren wir nach Dolní Věstonice und Pavlov in Tschechien, in das Archeao Park Museum. Fotos Dolni Vestonic Eine besondere Überraschung ist hier bereit. Noch eine Woche wird die originale Statuette der Frau von Pavlov, die hier, fast dort, wo jetzt das neue moderne Museum steht, ausgestellt. 1953 wurde sie unter Boruslav Klima entdeckt.
Sie ist delikat in ihrer Größe 4,5 cm und in ihrem Alter von an die 30.000 Jahre. In einer Glasvitrine können wir sie von allen Seiten zu betrachten. Wegen der Brüchigkeit des Mammutelfenbeins wird sie von einem Messingbogen gehalten. Wir freuen uns sehr, sie in ihrer Körperlichkeit mit Brüsten und Pobacken und der Querlinie rund um das Becken, in aller Ruhe betrachten zu können. Heute, an diesem Novembertag, ist es sehr ruhig im Museum. Die zweite schöne Überraschung und Veränderung ist, dass gleich, wenn wir hereinkommen die Urmütter des Paläolithikums uns von der Screen Wand begrüßen. Eine umfangreiche Kollektion von Statuetten aus Tschechien, wie aus Moravsky, Petrkovice, Predmosti, , Dolní Věstonice, Pavlov und aus Sibirien mit Mal`ta, Kostienki, Zaraysk, Eliseevitchi, Avdeevo wird prominent an die Wand projiziert. Wir verstehen es als Würdigung der konzentrierten Frauenkraft hier am Ort. Wir verweilen länger hier, sprechen über die Mammuts und das Jagen. Sind wieder begeistert über die kunstvollen Elfenbeinschnitzereien an Gerätschaften und Mammutzähnen und staunen über die klaren Muster auf Schmuckstücken aus Elfenbein. Natürlich betrachten wir wieder den besonderen, kleinen Frauenkopf, den Bruststab mit den Linien und die abstrakte Frauenfigur. In der anschließenden Vitrine sind auch minuziöse Tierköpfe von Löwen, Nashorn und eine Mammut- und Löwenfigur zu sehen.  Das Besondere dabei ist, auch sie sind aus gebranntem Ton und vor rund 30.000 Jahren hergestellt worden. Wir genießen die Umgebung, die Weinberge und Felsen der drei Schwestern und die Mädchenburg hinter uns und den Blick auf den See, während es langsam zu regnen beginnt.