Brusthaltung aus Alacahüyük

8. Nov, 2019

Zu dieser Statuette gibt es eine lustige Geschichte, als wie ins Büro des Direktors des Museums für Anatolische Zivilisation in Ankara vordangen.
Unsere Frauenreise hatte uns 2013 nach Anatolien, dem Land der Mütter geführt. Das Museum in Ankara hatte ich schon 2006 besucht und war fasziniert. Ich wusste auch, dass es umgebaut wurde. Das erlebten wir öfter in der Türkei. Ich erkundigte mich vor der Reise und in Erwartung ein frisch renoviertes Museum zu besuchen kamen wir dann am Hügel in Ankara an. Doch leider, die Renovierung war noch nicht abgeschlossen und nur ein Teil der neolithischen Sammlung, die uns eigentlich interessierte, war ausgestellt. Eine unserer resolutesten Reisefrauen wollte sich damit nicht begnügen und so suchten wir den Direktor um ihn zu fragen, ob wir ins Depot könnten und die Statuetten zu sehen.Das war leider nicht möglich. Aber diese Statuette, natürlich die Kopie davon, aus ALACA HÜYÜK, stand auf seinen Schreibtisch und ich ließ mich nicht abhalten ein Foto zu machen. Das waren noch (türkische) Zeiten!

5. Okt, 2019

Vernissage im Zentrum PUUN, 1020 Wien, bei der Trancegraphiken von Hermine Brzobohaty-Theuer gezeigt wurden. Danach Lesung der dazugehörigen Trancetexte. Michaela Weisz und Ulrike Binder zeigten auch einige ihrer Werke.

22. Mai, 2019

Am letzten Zyklusabend im Mai "Frauen-Körperwissen durch heilsame Haltungen und Rituale"  vermittelte die Haltung der Frau von Dolni Vestonice für jede von uns ihre ganz spezifische Botschaft. Das Einheitsgefühl, das in der Trance erlebbar wurde zeigte sich als Selbstvergessenheit und Verbundenheit mit dem Komos.

7. Feb, 2019

COATLIQUE, die mit dem Schlangenrock.

Allen Rituellen Körperhaltungen ist gemein, dass sie eine verstärkte Körperwahrnehmung vermitteln. Dabei wird Energie aktiviert bei der sich die Atmung vertieft, das Herz klopft, Schweiß bricht aus. Die Teilnehmenden bei den Trancen beschreiben es jedes Mal. In den Blutuntersuchungen der Uni München und Wien ist zu sehen, dass die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschieden werden und Beta-Endorphine aktiviert werden. Felicitas D. Goodman schreibt in ihren Büchern über die „Süße“ des Erlebens. Die Beschreibung der Süße und Seligkeit kennen wir auch von anderen SchriftstellerInnen, die über mystische, ekstatische Erlebnisse berichten.

In ihrem 1988 veröffentlichten Buch „Wo die Geister auf den Winden reiten“ Beschreibt Felicitas Goodman die unterschiedlichen Wirkweisen und Richtungen der Haltungen. Aber  alle sind sie Heilhaltungen. Wollen das Beste für uns, sei es körperlich, geistig und seelisch. Und dazu noch, als Krönung, wird unsere Beziehung zur Anderswelt, zur außergewöhnlichen Wirklichkeit, zur Welt der Geister möglich gemacht.  Felicitas D.Goodman hat die Türe zu dieser Welt für uns westlich sozialisierte Menschen geöffnet.

Mit der an sich einfachen Struktur des „Rituals nach Goodman“, wie Giselher Guttman[1] es nennt, können wir den physiologischen Schalter umlegen und in das Reich der Sinne und Potentiale eintreten.
Ich selbst erlebte dieses Eintreten in den ersten Trancen mehr wie ein Hineinfließen. Unter dem Spalt einer Türe floss ich durch und erlebte die Abenteuer.

Durch die jahrelange Forschung hat sich der Kanon der Körperhaltungen erweitert. Unser Blick dafür hatte sich geschärft. Gerne entdecken die FreundInnen der Körperhaltungen in Museen und Kunstkathalogen ungewöhnliche Körperhaltungen und erforschen sie experimentell. Der mittelamerikanische und mexikanische Raum war schon von Beginn der Wiederentdeckung an eine Fundgrube. Felicitas D. Goodman und Belinda Gore untersuchten sie mit ihren KursteilnehmerInnen. Mir hat es die Coatlique, die Aztekische, die mit dem Schlangenrock, angetan.
In einer Trance in dieser Haltung hatte ich die tiefe Überzeugung, wenn die Haltung ganz präsent verinnerlicht wird, jede Person, sich stark und eigenmächtig fühlt. Es kann nichts (Schlimmes) passieren. Schon der Gedanke daran ist fremd, ist im Grunde gar nicht da. Eine Welle voll Freude durchdrang mich und mein Körper wollte sich kraftvoll bewegen. Ein Agredere Zustand, ein drauf los gehen und zupacken, ein Empfinden von Stärke und Lust, ein stark verwurzelt sein. Die Coatlique ist die Erdmutter, die Creatrix, wie die Archäologin Marija Gimbutas die Frauenfiguren der Jungsteinzeit nennt. Sie sind die, die um den Kreislauf des Lebens mit Entstehen, Wachsen, Sein und Vergehen und Wiederkehren wissen und gestaltend wirken.


[1] In einem Telefonat mit Dr. Giselher Guttman

19. Dez, 2018

Vor vielen Jahren, als Felicitas D.Goodman noch jedes Jahr einmal nach Europa kam und Seminare und Vorträge abhielt, war ich bei einem Seminar dabei. Ich hatte die Freude Felicitas D.Goodman bei mir, in meiner Wohnung, als Gast begrüßen zu können und begleitete sie zum Seminar.
Immer war es spannend, was Felicitas D.Goodman uns Neues mitbrachte. Im Seminar begaben wir uns in Haltungen, die paarweise durchgeführt wurden. Eine Person war die Empfangende, die andere die Energie abgebende. So können Paare, von gleichem Geschlecht oder Frau-Mann Paare heilerisch wirken.
Eine der Paar Haltungen ist die Albatros Haltung. Sie ist sehr populär, weil sie auch mit einer blauen Gesichtsbemahlung einher geht. Es gibt ein paar schöne Fotos aus Cuyamungue, auf denen auch Felicitas D.Goodman mit Gesichtsbemahlung zu sehen ist.